Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

4. April 1694 · Seite 172r · Scan 372
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[172r] 1694
Zeilen 5–6
Furtum tentatum in domo Vineatoris nostri.
(lat) Versuchter Diebstahl im Haus unseres Rebmanns.
Zeilen 22–24
Domestici nostri faciunt confessionem Pascalem in Clingencell.
(lat) Unsere Dienste verrichten in Klingenzell die Osterbeichte.
Zeilen 28–29
Pater Marianus Dominica Palmarum in Eschenz concionatur.
(lat) Pater Marianus predigt am Palmsonntag in Eschenz.

Transkription

Aprilis.
1
gelasßen: befande mich aber ganz nit bÿ
2
dem besten bestellt, hab auch vergang-
3
ene Nacht wenig Ruhe gehabt.
4
Heüt ist in vnsers Reebmans Hauß ein
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bestandenes Mensch eingeschlichen, vnnd so
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gar schon in die obere Zimmer kommen, in
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Meÿnung etwas fortzutragen. Es hatte
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aber daß Glük nit, dann es im Werk
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erdappet, munter gepeütsch, vnnd mit
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den Streichen entlasßen worden. Eß ist dar-
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zu vorhero schon 2 Nächt dorten mit Lieb
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beherberget geweßen, vnnd hatt zu lezt
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ein so schlechten dank wellen geben etc.
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Der ganze Tag war ganz warm vnnd
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von dem Wind stark ertrochnet: welcher
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sich erst gegen dem Abend gesezt. Wir
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muthmasßeten, es wurde auf solche war-
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me Zeit noch ein starke Reüche zu-
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erwarten seÿn. Gott gebe was ihme
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beliebt. Auf den Abend
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gegen 4 Vhren ist das meiste von vns-
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erem Haus-Volk nacher Clingenzell
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gangen die Oesterliche beicht zuverrich-
24
ten. In der Nacht hatt der
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Wind beständig gewähet, vnnd darzu nit
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wenig gebrauset, war aber ganz nit
27
kalt.
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Den 4. Aprilis. War Dominica Palmarum.
29
vnnd gieng Herr Pater Marian nacher Eschenz,
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dorten

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