Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

5. April 1694 · Seite 173v · Scan 375
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[173v] 1694
Zeile 8
Vigilia sera contra fures .
(lat) Nachtwache gegen die Diebe.
Zeilen 18–19
Furtum ultra 30 florenos æstimatum .
(lat) Das Diebesgut wird auf über 30 Gulden geschätzt.

Transkription

Aprilis.
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armer, welchem, weilen es der aller-
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hochste Gott gonnet, ich billich nit misß-
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gonnen soll. Nach Mittag hatt
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der Luft sich in etwas gewendt, Trüeb
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Gewülk aufgetriben, vnnd mithin
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Reegen gegeben, ist auch zimmlich kalt
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worden.
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Wegen des erlittenen diebstahls erbiet-
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eten sich die dienst, in selbigem Zimmer
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ihr Nachtherberg zunemmen, welches
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ich wegen ihres guten Willen gantz gern
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angenommen, vneracht ich kein Sorg ge-
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habt, das der dieb so bald wider kommen
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werde, weilen er sich in disem diebstahl
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dergestallten versehen, das er in vill
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Tag seine Haußhaltung versehen
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kan. Ich hab es zu Gelt gerechnet,
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vnnd gefunden, das er für vast 30
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oder mehr Guldin gestohlen, die wahren
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angesezt in iezt laufendem gemein-
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em Wärd.
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Den 5. Aprilis. Nach demme der Luft die ganze
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Nacht hindurch, zwar ohne vngestümme
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gewähet, hatt er am Morgen auch gleich
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fortgehandlet, bÿ beständig Trüebem
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Himmel, vnnd darüber den ganzen Tag mit
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Ernst continuiert bis in die eitele Nacht,
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gleich wohl ist es ohne Reegen abgangen,
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vnnd hatt die Sonne ein oder andermahl
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etwas

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