Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

7. April 1694 · Seite 174r · Scan 376
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Latein:
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[174r] 1694
Zeile 9
Turbo nocturnus .
(lat) Nächtlicher Sturm.

Transkription

Aprilis
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etwas weniges herfür geschinen, sich aber
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alsobald wider verlohren.
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Auf den Abend ist Stabhalter Hanß Bach
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zu mir kommen, mit welchem ich ettliche Sachen
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zureden gehabt; vnnd hatt er nachgends
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mit vnß die Nacht Collation eingenommen
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vnnd darnach wider heim gekehrt.
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Den 6. Aprilis. Hatten wir bÿ früehem Morgen
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ein zimmlicher Reegen, welchen der Wind, so
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die ganze Nacht erschröklich gepraußet,
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erwekt. Vnnd bekenne ich, hatt der Wind
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in der Nacht mir vnnd anderen vill Vnruhe
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vnnd Schlafbrechens gemacht: Hatt
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auch den gantzen vbringen Tag fort vnnd
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fort continuiert, vnnd mithin ein Sonnen-
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Schein, oft ein Reegen, allezeit vnbeständ-
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ig Trüeb Wetter xxxa verursachet.
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Im vbrigen ware der heütige Tag, Arbeits
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halber zimmlich rüehwig. Auf den
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Abend war der Wind noch ernstlich, doch
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nit mehr so stark, gab auch zimmlich
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hellen Himmel, aber vngleich etc. Hatt in
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der Nacht sich gantz gewendet, vnnd ist
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an statt des Vnder lufts ein starker
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Ober vnnd zwar sehr kalter Luft
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worden.
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Den 7. Aprilis. Fanden Wir am Morgen
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sehr kalten Tag von dem in der Nacht einge-
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fallenen Oster Wind, welcher aniezo
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noch

Anmerkungen

a Streichung durch Autor. Rekonstruiert: gemacht.