Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

4. April 1694 · Seite 173r · Scan 374
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Zeile 1
[173r] 1694

Transkription

Aprilis.
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Leiteren (dann anderst dahin zu kommen,
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ware ein ganze vnmöglichkeit) nit
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geweßen; so dann auch so eng, das ich
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nit vermeinte, das ein dieb sollte
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dorten hinein schliefen mögen, stuend ich
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ganz in zweifel, vnnd wollte arg-
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wohnen, der diebstahl were nit bÿ der
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Nacht, sonder bÿ heiterem Tag geschehen,
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da etwann vnßere Mägdt auß vn-
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achtsambkeit die Thüren nit recht ver-
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schlosßen, vnnd also dem dieben der Zu-
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gang ofen gelasßen worden. Sie ent-
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schuldigten aber sich so stark, daß ich eben
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glauben müsßen, es werde da kein
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Saumseeligkeit geschehen seÿn, vnnd
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xxxa mir ehender einbilden, der
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dieb were zu gesagtem Fensterlin
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hinein vnnd wider herauß kommen. Tracht-
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ete derentwegen selbiges besßer zu-
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verwahren vnnd zu versorgen, so gut es
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sich thuen lasßen werde: im vbrigen
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befahle ich es dem lieben Gott, desßen
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Gerechtes vrtel diß vber vnsb verhenkt,
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mit herzlicher Reüw meiner Sünd,
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mit dennen ich dißes verdient, vnnd
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dankte vmb diße Vätterliche heimsuechung,
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hofend, es geniesße solches etwann ein
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armer,

Anmerkungen

a Streichung durch Autor. Rekonstruiert: müsste.
b Korrektur durch Autor im Text. Rekonstruiert.: "vns" eingefügt.