Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

31. März 1694 · Seite 171r · Scan 370
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[171r] 1694

Transkription

Aprilis.
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vnnd so beschafen, durchgangen? Die
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Mägdt antworteten, haben niemand
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gesehen, vsßert, das eben ietz dort
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in der Gasß iemand geweßen, wüssen
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aber nit, wer oder warumb: die diebin
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merkte, das mann dem Diebstahl nach-
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sezte, wolte sich wider starken laufs zu
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ruk machen, vnnd die Gasß hinunder
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laufen, welches der Œninger vnnd
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die vnßerige sehend, desto mehr Arg-
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wohn gehabt, es müsste diß der thäter seÿn.
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Weilen aber er ganz ermattet, bate er
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vnseren Laggeÿ ihme den dienst zu
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thun, vnnd demselben nachzusezen: der
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alsobald dem diebena nachgelofen, selb-
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iges dem Œningenr Zugebracht, vnnd hatt esb
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nach geschehener Anfrag alles bekennt,
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auch alles müsßen ersuechen lasßen
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vnnd wider Zuruk geben. Desßen der
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gute Œninger (der sonsten ein Mann
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war von zimmlich geringen Mittlen) eben
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sehr erfreüwt geweßen. Vnsere Leüt
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haben darüber den Schlepp Sak mit der
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Ruethen ganz ernstlich gestrichen, vnnd
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es also wider entlasßen. Der Œninger
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aber ist mit Freüwden wider heimgangen.
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Ich hab meinen Leüten ganz nit im-
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pro-

Anmerkungen

a Korrektur durch Autor im Text. Unsichere Lesung: "s" durch "dieben" ersetzt.
b Korrektur durch Autor am Seitenrand. Rekonstruiert.