Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

26. Februar 1694 · Seite 140r · Scan 308
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[140r] 1694
Zeilen 11–12
Indicitur dies rationum in causa Iacobi Weber.
(lat) Der Tag für die Abrechnung im Fall Jakob Weber wird verkündet.
Zeilen 31–32
Ioannes Roth prætendit etiam ius Nativitatis.
(lat) Johannes Roth begehrt das Schifffahrtsrecht.

Transkription

Februarius.
1
bekennen wollen, als das er seinem Schwecher
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etwas Fruchts vertragen: vnnd derentwegen
3
seÿe er an Pranger 2 Stund (darbÿ die Herren
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Capuciner ihme ein Stund abgebetten) vnnd
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2 jahr auß dem Land condemniert worden.
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Habe dorten 6 Gulden 1 Batzen vnnd hier im Wyhrts-
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hauß 5 Gulden 5 Batzen verzehrt, er diener 3 Gulden
8
Kosten, vnnd der Weybel 1 Gulden Lohn zu heüschen.
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Die auß seinem Güetlin wider sollen bezahlt
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werden. Weil nunn er auß dem
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Land, sein frauw aber seinera Sachen sich nit
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annemmen, auch niemand, der in sein Sächlinb
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stehenc wollte, sich herfür gethan, hab ich das
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beste zuseÿn vermeint, ihme die Aufrech-
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nung zuhalten, gesagte Oberkeitliche
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vnnd andere vnkösten zubezahlen, vnnd
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anderen Schulden einem iedem das seinige
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gebührend zuzustellen. Hab deret-
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wegen eben bÿ dißer Occasion dem Weÿbel
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3 Ruefzedel geschriben, solche künftigen
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Sonntag zu Eschenz, Mammeren, vnnd
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auf Burg außkünden Zulasßen, auch
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künftigen Monntag zu disem End ernam-
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set, an demme allen Schulden Antwort zu-
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geben. Ich hab dem diener
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ein Glaß brandtwein eingeschenkt, welches
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ihne so gut gedunkt, das er das dritte
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mir abgenommen vnnd vnder daß Tach ge-
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than. Doch hatt vnßer Weybel vnnd Hanß
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Freÿ darvon auch etwas participiert etc:
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Eß erscheinte hernach auch Johannes Roth
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der Fischer, pittete, das er auch möchte
33
in

Anmerkungen

a Korrektur durch Autor im Text. Rekonstruiert: "d(einer)" durch "seiner" ersetzt.
b Unsichere Lesung.
c Unsichere Lesung.