Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

20. Februar 1694 · Seite 136r · Scan 300
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[136r] 1694
Zeilen 6–7
Iacobus Frey petit licentiam nuptias in suo domo celebrandi.
(lat) Jakob Frey bittet um die Erlaubnis, seine Hochzeit in seinem Haus zu feiern.
Zeilen 9–10
Conceditur, cum obligatione solutionis gabellae vinariae.
(lat) Dies wird ihm gestattet, unter der Bedingung, dass er das Umgeld bezahlen würde.
Zeilen 14–15
Cognatæ Reverendi Patris Mariani ex Cella adveniunt.
(lat) Verwandte des Ehrwürdigen Paters Marian aus Radolfzell kommen an.
Zeilen 21–22
Ioannes Bantlin ob non soluta debita increpatur.
(lat) Hans Bantlin wird wegen der unbezahlten Schulden getadelt.

Transkription

Februarius
1
holz ein gar ringer Lohn ist. Ich hab
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beneben ihme noch ein ander Sägklöz
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etwas kleiner abkauft, per 2 Gulden 12 Batzen 3 Pfennig
4
an etwas Grundzinß oder heüw Gelt: denn
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soll er aber mir Zur Sagen liferen.
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Gleich darüber kombt der Päbstlin Jacob Freÿ
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pittet, ihme zu vergünstigen, das er sein
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Hochzeit in seinem Hauß halten möge:
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welches ich ihnen zugegeben, mit condition,
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das er von dem Wein, den er gesagt von
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Hanßen Bachen nemmen werde, das Vmgelt
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bezahlen solle. Desßen er wohl zufri-
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den geweßen.
14
Nach Mittag seÿnd ankommen 2 döchteren von
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Cell, Herrn Patris Mariani Basen, so von der Wahl-
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fahrt zu Schinen allhero kommen, ihne zubesuechen.
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Dennen ich ein Suppen, vnnd was die Zeit ein-
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feltig geben können, sampt einem Trunk
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aufstellen lasßen. Vor Mittag
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ist auch Hanß Bantlin baur des Kalcherer1
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Hoofs ankommen, vmb Verzug pittend sein-
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er schuldigen Zahlung, vnd vor jahren gelehnt-
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en Habers vnnd Gersten, auch verfallenen
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Grundzinßen auf dem Kresßer etc. Ich
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hatte ihne neüwlich durch den Weÿbel pfend-
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en vnnd treiben lasßen, sonsten er noch
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den Tag keiner Gnaden begehrt. Er er-
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bietete mir ein Stüklin Holz, so Mann-
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lehen nacher Diesßenhofen, ein 2 jährig
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salva venia Stuetfülli, vnnd ein jährig Stierlin,
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deren keines mir belieben wollen: endtlich
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aber ihme angezeigt, das er mir paar-
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Gelt

Anmerkungen

1 Die 1331 erstmals erwähnte und 1848 aufgehobene Zisterzienserinnenabtei Kalchrain lag in der Gemeinde Hüttwilen im heutigen Kanton Thurgau.Bibliografie