Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

21. Februar 1694 · Seite 136v · Scan 301
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[136v] 1694
Zeilen 9–10
Pater Marianus concionatur in Eschenz.
(lat) Pater Marianus predigt in Eschenz.
Zeilen 22–23
Ysleri Germani multum controversi.
(lat) Die Ysler-Brüder haben häufig Streit.

Transkription

Februarius.
1
Gelt bringen, oder aber die gelehnte vnnd sonsten
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schuldige Frücht in der Natur zustellen solle.
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Dergleichen anerbottnen Wahren aber ver-
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lange ich ganz nit.
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Auf den Abend fieng der Ober Luft an zu
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wähen, vnnd streichte zimmlich stark: war
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der Himmel ganz dik bezogen.
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Den 21. Februarii. Brausete der Ober Luft sterker, als
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gestrigen Abend, vnnd machte sehr kalt.
10
Herr Pater Marian gieng heüt nacher Eschenz den
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Gottsdienst zu halten (dann selbiger Pfarrer
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noch alle weÿl vnpäsßlich war) vnnd
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predigte dorten. Ettliche von vnserem
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Haußvölklin giengen nacher Clingenzell,
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wo erst die vergangene Wochen daß
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Iubilæum angefangen, vnnd machten
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sich desßelben annoch theilhaftig.
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Zu Mittag speissten Herrn Patris Mariani Baasen
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mit vnß, wie in gleichem auch Zu Nacht.
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Nach Mittag kamen Hanß, Jogeli, vnnd
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Heinrich die Yßler vor mich, vnnd hatten
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etwas Streits vmb ein alte Rechnung
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von 6 Gulden Sazgelt, welche einer für
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den anderen Zahlen sollen. Ich bekama
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aber von Hanß Yßlerenb meines Herrn vor-
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fahrers eigene hand, darauß mir aller
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Zweyfel gelöst worden, vnnd gab hiemit
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ihnen kurzen bescheid, das namlich es bÿ
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demme, was dise Ehren-hand geschriben,
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verbleiben sollte, etc. Vnnd entlasste
31
sie

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Unsichere Lesung.