Transkription
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Stabhalteren vnnd Weÿbel ein Trunk geben
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lasßen, vnnd seÿnd Wir gegen 7 vhren
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zum NachtEsßen, vmb 9 Vhr aber zur Ruhe
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gangen. Die Nacht ist wider ganz warm
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geweßen.
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Gester hab ich vergesßen zumelden, daß wir
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gegen 10 Vhren in der Nacht vber den berg
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oberhalb Klingen ein starkes feür gesehen,
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vnnd glaubten, das ein starke brunst
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were. Nachgends seÿnd wir berichtet
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worden, das den Steineren ihr Hag, mit
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welchem sie das Gewild zu verhagen
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pflegten (aohnzweifenlich von den bischöflichen
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jegeren) seÿe angestekt vnnd verbrennt
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worden. Haben dahin treflich gut Wetter
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angetrofen, dann alles erschröklich dühr
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geweßen.
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Den 10. Iunii. Am Morgen vmb 3 Vhren verreiste
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Herr Obervogt Rüepplin widerumb nacher Frauw-
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enfeld, wo er an der heütige solemnitet
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sollte den Himmel Tragen. Seinem diener
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gab ich zum Trinkgelt ein halben französischen
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Thaler, vnnd Herrn Obervogt dankte ich sonsten,
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dann er ganz nichts angenommen hette.
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Gegen halber 6 vhren reitete ich auf Kalch-
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half ich allen Gottsdienst halten, singte die
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4 Evangelia in der Procession, vnd darüber
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daß hoche Ampt. In der Procession, die
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sie