Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

11. November 1694 · Seite 224r · Scan 476
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Latein:
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[224r] 1694
Zeilen 14–15
Aliquæ litteræ inutiliter scriptæ .
(lat) Einige Briefe wurden vergeblich geschrieben.

Transkription

Iunius
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mehr frühe geweßen, vnnd die erste expe-
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diert worden, aber mit Abstattung des Le-
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hentax, Schreib- vnnd Sigel taxes gieng es
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ganz schlecht vnnd ring har, dann nie-
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mand kein Gelt hatte, vnnd ersta auf
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Martini vertrosten wollte: darmit Herr
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Rüepplin vbel zufriden geweßen. Ettliche
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der Lehenleüten vermeinten eben nit, daß
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mann so vill von ihnen forderen sollte: all-
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ein wir fahrten dem alten brauch nach etc.
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Wir ermüdeten vnß darmit sehr, waren
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doch endtlich froh, das alles fertig worden.
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Zu lezt hatten wir vberig ettliche brief,
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mit dennen Herr Lehenvogt ettliche Lehen-
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Güeter vermeinte auf xxxb verbriefete
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Güeter zurichten, so dato von vnverdenklichenc
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jahren kein brief hatten. Wir redten
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vnnd dem Weÿbel als vnßeren Ampt-
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leüten, die sagten, ohne vorwüsßen der
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Gemeind hier nichts könne gemacht
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werden, etc. So mir ganz glaublich vnnd recht
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vorkommen. Schliessten also wir, hierinn
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einige Neüwerung nit zumachen, vnnd
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sollte Herr Lehenvogt, der die brief geschriben,
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die Arbeit an sich selbsten haben, als der
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dise Gedanken selbsten für sich auch er-
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wekt. Endtlich hab ich dem
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Stabhaltern

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Streichung durch Autor. Unsichere Lesung: ein.
c Unsichere Lesung.