Transkription
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Den 5. Iunii. War ein schöner Morgen, vnnd
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ein schönes Tauw. Ich vermeinte bÿ
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so guetem Wetter in aller frühe auf
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Schafrath zu gehen, dahin ich ettlich mahl
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begehrt worden. Gieng darüber einzig
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in das dorf hinunder zu des Weÿbels hauß,
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damit er mit mir dahin kommen sollte. Fand
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aber ihne nit daheim. Bin desßetwegen
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gleich wider zuruk auf Freüwdenfels gangen,
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vnnd weilen den Weÿbel vnderweegs in der Clin-
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genzeller Rütti angetrofen, mit ihme
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abgeredt, das Wir künftigen Pfingst-
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Monntag (alten Calenders) dahin am
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morgen in aller frühe kehren, vnnd begehrter
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masßen den Augenschein einnemmen wollen.
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durch denn selbige Frau Abbtÿsßin begehrt,
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das Herr Pater Marian auf morndigen Tag sollte
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dahin kommen, Mesß zuleßen: welches er
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gantz willig zugesagt.
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Der Abendt ist ganz still geweßen, scheinte
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doch auf Mittnacht ein Wetter zugeben.
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Ist aber ganz rüehwig gebliben, vsßert das
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etwas Winds geweßen.
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Den 6. Iunii. Gieng Herr Pater Marian bÿ zimmlich
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früher Zeit auf Kalcheren, masßen er
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gester begehrt worden. Hatte daß
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Wetter am Morgen vmb 4 Vhren ganz
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selzam ausgesehen, vnnd einen zimlich stark-
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en Spruz in das Tauw geworfen,
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welches