Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

18. Februar 1694 · Seite 134r · Scan 296
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[134r] 1694
Zeilen 7–9
Eius astutia in donando pisces Patribus Capucinis vt sui Patroni essent.
(lat) Seine List, den Kapuziner-Patres Fische zu schenken, damit sie als seine Fürsprecher auftreten.
Zeilen 21–24
Piscatores et Nautae foeudatarii coguntur solvere antiquos census.
(lat) Die Lehen-Fischer und -Flösser werden aufgefordert, alte Zinsen zu bezahlen.
Zeilen 28–29
Ordo et Vectura restituitur, etc.
(lat) Die Ordnung in der Flösserei wird wiederhergestellt, etc.

Transkription

Februarius
1
verhofte, werde auf solche Form zu schreiben
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pœnam irregularitu nit incurrieren. Sonst-
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en sorgte männigklich, wann er sollte ad tor-
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turam geschlagen werden, es worde wohl et-
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was anders hervorkommen. Mann
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sagte mir, es habe der Vogel ein schön Esßen
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Fisch erkauft, solches den Patribus Capucinis
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zu verehren, damit sie für ihne bÿ herrn
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Landtvogt betten sollten, das er nit müsste
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auß dem verschikt werden.
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Sein Frauw war heüt auch widerumb vor
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mir mit bÿstand des Weybels, mit ein-
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ständiger Pitt, solle doch verschaffen, das ihren
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ihr zugebrachtes Weßelin vnversehrt
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verbleiben vnnd wider zugestellt werden
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möchte. Ich tröstete sie, mit sagen,
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soll sich gedulden, bis der Handel sein
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Endschaft werde erreicht haben, werde
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hofenlich sich bald enden, vnnd etwann
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das ihrige wohl solviert werden.
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Nach Mittag kamen die Lehen-Fischer vnnd
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Flözer vor mich, vnnd rechneten erstlich
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mit mir vmb alles, was sie vom Augsten
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bis heüt dato verdient mit fuhren
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vnnd was sie an Fischen geliferet. Her-
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nach erforderte ich die bezahlung der
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alten Restanzen, deren sie aniezo meist-
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en Theils bezahlt. Hernach aber machte ich
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mit ihnen ein Ordnung wegen deß
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Flöz Holz, vnnd Schifart, ordnete dar-
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über

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