Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

15. Februar 1694 · Seite 130v · Scan 289
Hervorheben:
Latein:
Ansicht:

Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[130v] 1694
Zeilen 4–5
Pater Marianus concionatur in Eschenz.
(lat) Pater Marianus predigt in Eschenz.
Zeilen 8–10
Zohlerus Fischer vult solvere moneta imperiali.
(lat) Der Zöllner Fischer will mit Reichsgeld bezahlen.
Zeilen 26–27
Trigesminus Margarithæ Sennin.
(lat) Der Dreissigste von Margaritha Senn.

Transkription

Februarius.
1
worden, aber nit lang gebliben, vnnd wä-
2
hete immer fort ein Zimlich starker
3
vnder Luft. Herr Pater Marian gieng
4
heüt auf Eschenz zu predigen, vnnd
5
hörte beneben vill beichten an.
6
ist auch Stabhalter Hanß Bach zu mir
7
kommen, mich berichtend, das Herr Zohler
8
Fischer endtlich die 65 Gulden zubezahlen
9
gewillet, allein were aniezo der halbe
10
Theil Reichsgelt zusamengelegt. Ich
11
antwortete, könne diß Gelt dem
13
schiken, weilen er heiter gut Species
14
Gelt angedinget: Also mögen sie den
15
Handel richten nach belieben, dann
16
ich mich desßen nit annemmen werde
17
ins künftig. Vnnd bekenne ich, bin
18
wohl etwas vertrüsßig darvon
19
worden. Der Wind
20
fieng nach Mittag wider ernstlicher an
21
zu wähen, vnnd continuierte die gan-
22
ze folgende Nacht, mithin warf
23
er auch Reegen, vnnd war hiermit
24
gantz vngestümm.
25
Den 15. Februarii. Halteten wir der Margreth
26
Sennin seelig dreissigist, dahin sich ein-
28
zell, Pater Michaël von Œningen, Pater Marian
29
vnnd ich. Wir waren die erste zu
30
Eschenz, haben darüber vor dem Gotts-
31
dienst den kranken Herrn Pfarrer im

Anmerkungen

Keine Anmerkungen auf dieser Seite.