Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

20. Januar 1694 · Seite 108r · Scan 242
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[108r] 1694
Zeilen 10–11
Scriba Ruedin revertit in Sonnenberg.
(lat) Der Schreiber Rüedi kehrt nach Sonnenberg zurück.
Zeilen 18–19
Dominus Conradus Wegelin petit diem iuridicendo.
(lat) Herr Konrad Wegelin bittet um einen Tag für die Rechtsprechung.

Transkription

Ianuarius
1
von Eschenz nach altem brauch mit Creüz
2
auf Clingenzell: dahin von vnßerem
3
Hauß die Haußhalterin, ein Knecht, ein
4
Magdt vnnd auch ich selbsten gangen, vnnd
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allem Gottsdienst bÿgewohnet, so in 2
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Heilgen Mesßen bestanden, vnder deren lezteren
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das Volk den Heiligen Rosenkranz gebetten.
8
Seÿnd zu dero vollendung wider nacher
9
Eschenz, ich aber vnnd die vnßerige nacher
11
Rüedi ist heüt in aller Frühe von hier wider
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ab- vnnd auf Sonnenberg gangen, vnnd
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in durch Pasß zu Frauwenfeld für Hansen
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Yßler ab Schafrat Fürsprech gewesen,
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bÿ Herrn Landtvogt, vmb eine ihme aufer-
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legte buosß abzumachen etc.
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Nach Mittag, weilen Herr Hanß Conrad Wegelin
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Kohlherr zu Diesßenhofen einen Rechtstag
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begehrt, vmb den ihme in Kohl vnnd Holz zu-
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gefüegten Schaden wider einzukommen, hab ich ihme
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heüt durch den Weybel lassena verdeüten, das ich künft-
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igen Zinstag, so er des Rechts verlange, den
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tag woll angesezt haben. Sorge aber,
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weilen die Dilation ihme an keinem
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wachßenden Schaden, der Richter werde be-
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denken machen, den vnkosten dem beklagten
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(ob wohlen diser gefellt worde) aufzu-
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burden. Im fahl nunn aber er Wegeli auf
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seinem begehren verharre, soll der zinstag
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zu einem RechtsTag angestellt seÿn, vnnd
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der Weÿbel den, wo es nöthig were, vmbsa-
32
gen

Anmerkungen

a Ergänzung durch Autor im Text. Rekonstruiert: "lassen" eingefügt.