Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

23. Januar 1694 · Seite 110r · Scan 246
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[110r] 1694
Zeilen 13–14
Iacob Steffen ex Vrschhausen petit Consensum per 750 Gulden.
(lat) Jakob Steffen aus Urschhausen bittet um den Consens für 750 Gulden.
Zeilen 22–23
Negatur nisi solutis censibus.
(lat) Dies wird abgelehnt, ausser wenn die Zinsen bezahlt werden.

Transkription

Ianuarius.
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hette. Wolle aber nechster Tagen zu mir
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kommen, vnnd mit mir von dem Handel
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conferieren, vnnd sehen, wie etwann weit-
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ers darinn zu handlen. Wormit ich es
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dermahlen bewenden lasßen.
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Der gantze heütige Tag war vber al still,
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ohne Wind, vnnd auch ohne Sonnenschein,
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dann der Himmel den gantzen Tag bedekt ge-
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bliben: war doch sehr kalt.
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Den 23. Ianuarii. Hatten wir ein gantz hellen
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Morgen, vnnd sehr kalt; legte auch sich auf
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dem gefrohrnen See ein starker Nebel etc.
13
Nach Mittag ist Jacob Stefans Sohn von
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Vrschhaußen ankommen mit einem brieflin
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von seinem Vatter, darinn er gebetten,
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das der Consens per 750 Gulden so seinem vor-
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fahrer Hanß Wisentanger auf 6
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jahr verwilliget worden, andere 6 jahr
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auch ihme prolongiert worde. Ich ant-
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wortete so mundtlich, als schriftlich, weilen
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die alte Grundzinß an Kernen, Haber
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vnnd Gelt dato nit entrichtet, vnnd gar
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kein Zinß bezahlt worden, könne ich ohne
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Gnädige Verwilligung meiner Oberkeit kein
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Consens ertheilen. Woll also erwarten,
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das er seiner Schuldigkeit zu vor ein
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Gnüegen Thüe, vnnd hernach den Consens
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ihme willig ertheilen. Etc. Dem
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Knaben hab ich lasßen ein Suppen geben,
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vnnd also vnverrichter Sachen widerumb
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entlasßen.

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