Transkription
1
Den Tag quittierte ich vnßeren mir von
2
3
zu einem Laggeÿ, der mir ganz vn-
4
tauglich war, theils wegen seiner jug-
5
endt, theils vnnd vor auß wegen seiner
6
vnsauberkeit, dann er mehrtheil Nacht
7
das bett Salva Venia vbel genezt, vnnd derentwe-
8
gen vnleidenlich war hier ihne zubehalten.
9
Was sonsten sein thuen vnnd lasßen gewe-
10
sen, were er mir nit vnaannemmlich gewesen,
11
vnnd hette ich gern die junge jahr vnnd
12
schwachheit geduldet, aber die vnsauber-
13
keit taugte eben gantz nit. Ich gab
14
ihme ein halben thaler paares Gelts an
15
Luzerner Münz, vnnd entliesße ihnen
16
wider auf Eÿnsidlen, dahin ich ihme an Meister Ioseph
17
Werner des Gottshaußes Huof-Schmiden,
18
so mir ihnen zugeschikt, ein Schreibenb mit geben.
19
Den 16. Ianuarii. Als wir am Morgen aufgestanden,
20
fanden wir widerumb vill neüwen Schnee,
21
vnnd vnder dem Tach dißen stark wider hinein
22
geworfen; so eben vertriesßlich ware.
23
Bald aber der tag angefangen anzubrechen, ist
24
der Wind gelegen, vnnd hatt sich der himmel
25
allgemachlich erhellet, vnnd einen schönen
26
Tag abgeben. Nach Mittag schikte
27
ich wider ein Knecht auf Sonnenberg, von
28
dar Gelt abzuholen, vnnd dann den
29
Grichtschreiber Rüedi allhero zubringen,
30
damit künftigen Monntag das Geschäft
31
der Verlasßenschaft Heinrich Freÿen
32
seelig