Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

15. November 1693 · Seite 47r_01 · Scan 112
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[047r_01] 1693
Zeilen 16–18
Novus Parochus in Eschenz iterum videt Werd etc.
(lat) Der neue Pfarrer von Eschenz besichtigt wiederum die Insel Werd.
Zeilen 20–21
Accipit præsentationem ab Ilustrissimo nostro.
(lat) Er erhält die Präsentation von unserer Fürstlich Gnaden.

Transkription

November.
1
desßen das Lehen nit allein nit geschwechet,
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sonder erbesßeret zuhaben: wesswegen
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er ob Gott will nit strafwürdig werde
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seÿn. Ich sezte hinwider, das ich mir
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von gar vilen sagen lasßen, der baum sie vast
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das fürnembste in disem Lehen gewesen:
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weil nunn diser wekgehauwen, seye ia ein
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grosser Schaden, vnnd desßwegen er der
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Straf zugefallen. Er entschuldigte
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sich bester masßen, vnnd woltea xxxb ganz
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nit gefählt haben: ich ander centgegen
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schliesste, woll mit anderen Leüten auch re-
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den, vnnd sehen, was etwas ferner zu thuen,
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sage aber ihme vor, die Straf werde als-
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dann desto ernstlicher seÿn.
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Den 15. Novembris. Sonntags nach Mittag
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kam der neüwe Herr Pfarrer von Eschenz
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allhero mit sampt dem Weÿbel von Gach-
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nang, vnnd wolte sich befragen, ob nit
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sein Præsentation ankommen: Vnnd eben
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vor einer Stund haben Ihre Fürstlich Gnaden
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mir selbige eingeschlosßen in ihrem Schreiben
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zugeschikt; die ich hiemit ihme zugestellt.
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Er ist, nach demme er ein Gläßlin mit
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Wein genommen, hinunder nacher Eschenz
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spaziert, dorten er den Augenschein
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selbiges Pfarhoofs eingenommen, vnnd
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gesagt, villeicht bis Sambstag sich dorten
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zusezen: hinnacht aber wider allhero zu-
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kommen vnnd hier zu vbernachten.
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Welches ich ihme nit abgeschlagen. Allein
32
er

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Streichung durch Autor. Nicht lesbar.
c Unsichere Lesung: ender.