Transkription
1
nach altem brauch in dem Pfarrhoof
2
ein Mittag Süpplin aufstellen: weilen
3
aber dermahlen vnßer Herr Pater Marian daß
4
Ampt eines Pfarrers versehen, vnnd er
5
hier im Schlosß gewohnet, haben er vnnd
6
ich thuenlicher gefunden, disen herren
7
die tractation hier im Schlosß aufzustellen,
8
vnnd die Vnkösten von dem Pfarlichen Ein-
9
kommen wider zu defalcieren. Vnnd seÿnd
10
von Eschenz auß alle allhero kommen, aussert
11
Herr Pater Edmundus von Reinauw entschuldigte sich,
12
weilen iemand von Frauwenfeld nacher
13
Mammeren seinetwegen kommen werde, könne
14
er dermahlen nit erscheinen, sonder müsße zu
15
Mammeren sich einfinden. Mich freüwe-
16
te diß gantz nit, doch müsste ich es geschehen
17
lasßen. Als aber wir endtlich zum Tisch
18
gesesßen, vnnd schon in 4 Speißen aufge-
19
zehrt, ist er endtlich wider kommen, vnnd sich
20
zu vnß gesezt. Die Tractation war
21
gantz ehrlich von 12 oder 13 Trachten, alles
22
wohl gerüstet: in gleichem ein guter
23
Wein, vnnd währete bis vmb 3 Vhren:
24
da wir den Tisch verlasßen, noch ein
25
wenig mit ein anderen conversiert bis
26
gegen 4 Vhren, da Herr Statthalter von Clin-
27
28
auw mit ein anderen zu fuesß auf Clingen-
29
zell gangen; die herren von Œningen aber
30
haben sich der zweÿen Pferdten bis am
31
Rhein bedient, die ich ihnen wider geben lassen.
32
Eß war auch bÿ vnß der Meßmer , der
33
aber erstlich aufgewartet, hernach à parte
34
in der