Transkription
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Den 15. Octobris. Haben wir ein gueten Morgen ge-
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habt, mit bedektem Himmel, vnnd ganz still,
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auch ohne Reifen. Pater Henricus Capucinus
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nam darauf mit sampt seinem Bruder
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ein Gläßlin brandts, vnnd gieng vber Born-
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haußen auf Gintelhart. Nach Mittag
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bin ich zum Theil auß Vertrusß eines acci-
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dentis nacher Eschenz spaziert, vnnd bÿ solicher
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Occasion ein vnnd andere Trotten visitiert,
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darnach in Spicher Keller gangen, wo die
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Zehendt Knecht eben ein Fäsßlin Zehendt-Wein
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gelährt. Ich fande auch, daß mir dermahlen
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eine zimliche Quantitet Wein an Zins-Schulden
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eingangen. Der Abend war, wie
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der ganze Tag ganz still, mit vberzogenem
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Himmel, nit kalt.
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Den 16. Octobris. Hatten wir ein zimmlich stillen Morgen.
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vnnd bedekten Himmel, doch nit sonders kalt.
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vnnd legte sich noch in der Nacht ein diker Nebel
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nach sich an die Berg gehenkt, vnnd gegen
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12 Vhren ein zimlich starken Regenc gegeben,
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so den ganzen vbrigen Tag continuierte:
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darvon vnßere bauwleüt nit wenig ge-
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hinderet worden. Darzu gegen dem
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Abend ein raucher kalter Vnderluft ge-
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stosßen, welcher die ganze Nacht hindurchd
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mit zimmlichem Braußen fortgesezt. Eß
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haben heüt vnßere Mägdt ein Hauß-
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Wösch gehabt, darzu vill allerhand hauß-
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rath