Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

14. Oktober 1694 · Seite 295v · Scan 619
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[295v] 1694
Zeile 11
Boreas.
(lat) Nordwind.
Zeile 19
Frigus.
(lat) Kälte.
Zeilen 23–24
Ulricus Bantlin cum filiis componitur.
(lat) Der Streit zwischen Ulrich Bantli und seinen Söhnen wird geschlichtet.

Transkription

October.
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zuspeißen. Nach Mittag gieng alles auß
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dem Hauß, vsßert Herr Pater Marian, 2
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Magdt vnnd ich: dann ich ihnen verwillig-
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et auf den jahr Markt nacher Stein
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zu gehen. Auf den Abend kam der
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Zimmermann, mit versprechen, auf Morgen
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hier zu arbeiten; so mich wohl gefreüwt,
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weilen vnßer haußhalterin nothwendig
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ein Zimmerlin außzurüsten ware, so ohne den
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zimmermann nit möglich seÿn könte.
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Gegen 4 Vhren stosste der Oster-Wind
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mit starkem Gewalt an, vnnd wähete
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darüber die ganze Nacht, also das es sehr
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kalt worden, vnnd in der Stuben so gar nit
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zuerleiden geweßen. Wesßwegen ich erst
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recht froh geweßen, das Wir mit dem
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Wimmlen vorkommen.
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Den 14. Octobris. Wähete der Oster am Morgen
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mit grosßem Gewalt, vnnd war vber
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die masßen kalt, doch gefriehrte im
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Erdtrich nichts. Vnnd wie er am Morgen
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geweßen, also fahrte er beständig fort den
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ganzen Tag bis in die Nacht. Heüt haben
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wider auf ein neüwes vereinbaret vmb
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das vor ohngefahr anderthalbem jahr ge-
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machtes Leib-ding, darumben sie, sonder-
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bahr was den Wein betrift, lange Zeit
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stösßig geweßen: derentwegen mich der
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Vatter vil vnnd oft vberlofen, also das ich
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heüt

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