Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

8. Oktober 1694 · Seite 292v · Scan 613
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[292v] 1694
Zeile 4
Periculum furti.
(lat) Gefahr eines Diebstahls.
Zeilen 26–28
Fratres Iosephus et Geroldus huc advecti.
(lat) Die Brüder Joseph und Gerold kommen hierher.

Transkription

October.
1
was Gefahr ware in Reeben, das selb-
2
ige möchten abgeschnitten werden, hab ich
3
in folgender Nacht dahin ein Wacht ver-
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ordnet. Sonsten als vnßere
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dienst heüt Morgen die S.V. Schwein
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zu hirten kommen, haben sie den Stahl ofen,
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auch innerthalb beide Thürlin aufgespehrt
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angetrofen: daraus sie schliesßen
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wollen, es müste in der Nacht ein Raüber
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vmbher geweßen seÿn, welcher durch
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den Hund, so stark gebullen, vertriben
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vnnd also die Schwein in salvo gehalten
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worden. Ich hab zwar die ofnung
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der thüren ehender einer vnfleisßigen
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Magdt, als aber den aDieben zumesßen
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wollen; allein es haben die vbrige der-
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masßen darzu geredt, das ich es müsßen
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gestellt seÿn lasßen.
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Den 8. Octobris. Fieng es am Morgen an
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etwas weniges zu regnen, istb aber
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ganz warm geweßen. Den vbrigen Tag
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hatt es zwar nit geregnet, ist aber kein heller
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Himmel worden, Wärme halben war es alle-
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zeit gleich: Machte also hofnung eines besseren
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Herpsts bÿ Vnß. Nach Mittag gegen
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3 Vhren kamen allhero vnßere Liebe Mit-
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brüder Bruder Iosephc vnnd Bruder Gerold, welche
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dermahlen nur ein Abend-Trünklin
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nemmen, vnnd ihr besßere Refection bis auf
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den Abend erspahren wollen. Ist aber leider
31
ihnen

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Unsichere Lesung.
c Unsichere Zuweisung.