Transkription
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Den 1. aOctobris. Hatten Wir Wetter,
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wie gestrigen Tag, vnnd war die ganze
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Nacht hindurch ein starkes braußen
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der Winden, darzu es mithin ganz
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ernstlich geregnet. Nam also diser
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Monat ein nasßen vngestümmen Anfang,
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also das es scheinen wollen, ob wollte er
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ehender ein Wasßer- als aber Weinmonat
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geheisßen werden. Den Tag liesß
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ich den brunnen in daß neüwe Wöschhaüß-
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lin zurichten anfangen. Gegen halber
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10 Vhren fieng der Luft an Schnee zu wähen,
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vnnd zwar ganz grosße Floken: möchte
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doch nit zu ligen kommen. Continuierte auch
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der Luft also bis in die Nacht. Gegen
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halber 5 Vhren kam Herr Statthalter von Clingen-
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zell, mit mir wegen des herpstens zu reden:
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demme ich geantwortet, wir wollen dem
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Lieben Gott trauwen, vnnd einmahl bis
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vmb den Monntag warten, hofentlich es
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wohl wider besßer werde. So dann
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bate er, das Herr Pater Marian vnnd ich auf
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künftigen Dominica Sancti Rosarii zu Clin-
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genzell den Gottsdienst versehen wollten;
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welches wir willig zugesagt, dann er
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auf Hilzingen auf selbiges Ohrts Kilbi
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zupredigen verreißen müsste. Vor-
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