Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

21. September 1694 · Seite 280v · Scan 589
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[280v] 1694
Zeilen 7–8
Porta in Muro pro gallinis erecta.
(lat) Für die Hühner wurde ein Tor in die Mauer eingelassen.
Zeilen 13–15
Pater Œconomus mittit tibialia in Eremum pro scapulari.
(lat) Pater Statthalter schickt als Tausch für einen Mantel Strümpfe ins Kloster.

Transkription

September.
1
Schmitten zusezen gewillet. Desßen ich wohl
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gefreüwt ware, vnnd diß ganz gern
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zugegeben. Der Abend war ganz
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gut, vnnd hofnung eines schönen herpst-
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Wetters.
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Den 20. Septembris. Liesß ich das Portahl in
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den Hüener-Garten aufrichten, dahin
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Bruder Caspar mir sehr wohl beholfen gewesen.
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Heüt rüstete ich ettliche brief, dem Bruder Caspar
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auf morgen zuzustellen, weilen er dahin
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sich selbsten bereit machte, dann er zuruk
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beruefen worden. Darunder war ein
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brieflin an vnßeren Herrn Patrem Iustum, mit bÿ-
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lag 2 paar schwarz gelismeter Winter-
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Strümpf, an statt deren ich ein langen
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Scapulare begehrt. Eß hatt heüt wider
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ein feinen Tag gehabt, mit meisten theils
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Sonnen-Schein bis gegen der Vesper, da sie sich
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als gemach verlohren, vnnd auf den Abend
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vmb 5 Vhren etwas Regen gegeben,
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so zimlich in die Nacht continuiert, doch nit
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stark. Im vbrigen war alles still.
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Den 21. Septembris. Stuend ich am Morgen vmb 4
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Vhr auf, wekte auch gleich den Bruder Ca-
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spar, weilen er es gester begehrt, vnnd
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celebrierte dann vmb halber fünf
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Vhren, worbÿ Bruder Caspar communiciert,
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vnnd meiste vnßere dienst Mesßgehört.
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Nach

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