Transkription
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ganzen Abend geregnet, vnnd daß
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Erdtrich zimmlich erfrischet.
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Den 19. Septembris. War der Morgen besten theils
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hell, vnnd sehr kalt, also das wir nit ge-
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zweiflet, es habe in bergen geschneÿet.
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Eß beziehete sich zwar der Himmel nachgends
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ein mehrers, doch scheinte die Sonne meist-
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en Theils, vnnd blaste beständig ein nita
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kalter Vnder-Luft. Herr Pater Ildefonsus ver-
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langte heüt auf Constanz zufahren; deret-
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wegen ich ihme vnßere Lehenfischer darzu
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bestellt, vnnd das Mittag-Esßen gefürderet,
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also das er vmb 12 Vhren abreißen mögen.
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Nach Mittag ist ankommen Matthias Stekelin
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von Cell, welcher verlangte vnßer grösser
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Hauß zu Cell zulehen, auch die Wein Reeben
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an sich zunemmen, vnnd zu bauwen. Ich wüsste
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aber ihme kein Antwort zugeben, als das mit
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Herrn Gretschen dato nichts geenderet könnte werden,
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es seÿe denn Sach, das er selbsten darauß zu-
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ziehen begehre. Die Reeben aber haben hofen-
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lich ein Kaufmann, welcher vnzweifenlich
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sich bald hervorthuen werde. Im fahl aber
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nichts geschehen solle, wollen wir sehen,
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wie etwann mit ihme könte tractiert
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werden. Liesß also ihne wider forth Gehen,
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nach deme ihme vnnd vnßerem Meßmer,
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so ihne hargeführt, ein Trunk Wein gege-
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ben. Als sie eben fortgangen, kombt die
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Frauw zu Windhaußen, præsentiert mir einen
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Catholischen Schmidt, den sie auf ihr Lehen-
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Schmitten