Transkription
1
gebe, er wolle Catholisch werden: vnnd sie schon
2
die Red geweßen, es werde für ihne desset-
3
wegen ein Fürschreiben kommen. Ich ant-
4
wortete, hab dato kein Fürschreiben gesehen,
5
vnnd obwohlen er Catholisch zu werden vorgebe,
6
sie doch nichts darauf zuhalten. Das aber
7
ihme seine Sachen vmb das halbe wohlfeiler
8
seÿen hingegeben worden, wüsße er selbsten,
9
das diß nit seÿe, dann er bÿ allem gewesen,
10
vnnd sie er förmlich, nach hiesiger herrschaft
11
brauch, veraufahlet, vnnd sein Häblin
12
den Schulden zugestellt worden. Ich erachte,
13
wann Herr Landtvogt dißen vngueten vogel
14
worde vnß aufbinden, worde ein Ehrsambe
16
beschwären haben. Etc. Ist darüber wider
17
fortgangen, nit weisß, ob er mich nur
18
fischen, oder aber die wahrheit berichten wollen.
19
Der Tag ist wider zimmlich fein geweßen, hatte
20
den Morgen glanz, nachgendts bedekten
21
Himmel. Nach Mittag gegen 2 Vhren
22
fieng es an zu regnen, vnnd währte vast
23
allezeit bis in die Nacht.
24
Den 22. Septembris. Am Morgen war zimlich
25
starker Reegen, vnnd henkte sich das
26
Gewülk stark hinunder, war ganz
27
neblecht, vnnd vnlustig. Gester
28
Abendts seÿnd vnßere Knecht wider
29
alle zusamen kommen, vnnd haben die auf
30
Lommis geschikte mir ein verlangte
31
Welsche hennen zugebracht. Seÿnd erst
32
gegen