Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

22. September 1694 · Seite 281v · Scan 591
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[281v] 1694
Zeilen 30–31
Gallina Indica ex Lommis allata.
(lat) Eine welsche Henne (Truthenne) wird von Lommis herbeigebracht.

Transkription

September.
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gebe, er wolle Catholisch werden: vnnd sie schon
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die Red geweßen, es werde für ihne desset-
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wegen ein Fürschreiben kommen. Ich ant-
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wortete, hab dato kein Fürschreiben gesehen,
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vnnd obwohlen er Catholisch zu werden vorgebe,
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sie doch nichts darauf zuhalten. Das aber
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ihme seine Sachen vmb das halbe wohlfeiler
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seÿen hingegeben worden, wüsße er selbsten,
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das diß nit seÿe, dann er bÿ allem gewesen,
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vnnd sie er förmlich, nach hiesiger herrschaft
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brauch, veraufahlet, vnnd sein Häblin
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den Schulden zugestellt worden. Ich erachte,
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wann Herr Landtvogt dißen vngueten vogel
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worde vnß aufbinden, worde ein Ehrsambe
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Gemeind Eschenz darob nit vnbillich sicha zu-
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beschwären haben. Etc. Ist darüber wider
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fortgangen, nit weisß, ob er mich nur
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fischen, oder aber die wahrheit berichten wollen.
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Der Tag ist wider zimmlich fein geweßen, hatte
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den Morgen glanz, nachgendts bedekten
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Himmel. Nach Mittag gegen 2 Vhren
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fieng es an zu regnen, vnnd währte vast
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allezeit bis in die Nacht.
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Den 22. Septembris. Am Morgen war zimlich
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starker Reegen, vnnd henkte sich das
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Gewülk stark hinunder, war ganz
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neblecht, vnnd vnlustig. Gester
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Abendts seÿnd vnßere Knecht wider
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alle zusamen kommen, vnnd haben die auf
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Lommis geschikte mir ein verlangte
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Welsche hennen zugebracht. Seÿnd erst
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gegen

Anmerkungen

a Ergänzung durch Autor im Text. Rekonstruiert: "sich" eingefügt.