Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

25. Mai 1694 · Seite 212v · Scan 453
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[212v] 1694

Transkription

Maius.
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des diensts entlasßen, vnnd begehrte, das
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ihme hier zusizen wider vergunt werde.
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Ich gab ihm ein ernstlichen Filz, vnnd sagte
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ihme, weil er ein solchen falschen Abscheid
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aufweiße, verdiene er etwas anders,
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solle sich fortpaken, mann werd ihne, als
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ein entlofenen hier nit mehr sizen
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lasßen. Etc. Nach Mittag hatt
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der Himmel sich bezogen, vnnd anfänglich
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einem strengen Wetter gleich sehen wollen.
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Endtlich aber hatt sich es in ein sanftes
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Regelin außgegosßen, darzu doch etwas
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vnnd Zwar zimlichen Windts gestossen.
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Fieng also daß Wetter bÿ dem xxxa
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xxxb Neüwen Mond, so heüt vmb 3
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Vhr nach Mittag geschehen, etwas nasses
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an; war aber nit kalt. Vor
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Mittag ist Herr Pfarrer auß dem Werd
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ankommen, vnnd die noch vbrige ihme
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Restierende Väßen erforderet, welche
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ich ihme ganz gern zugesagt, etc. Er
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hatt nachgends mit vnß zu Mittag ge-
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spißen, vnnd ist gleich darnach wider
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fortgangen.
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Den 25. Maii. Nach deme die Nacht durch et-
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was weniges Winds mit zartem
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Reegen gehabt, haben wir den Morgen
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gleicher Gestallt angetrofen. Ich
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schikte heüt vmb 4 Vhren vnßeren
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Peregrin

Anmerkungen

a Streichung durch Autor. Unsichere Lesung: ersten.
b Streichung durch Autor. Rekonstruiert: Viertel.