Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

22. Mai 1694 · Seite 211r · Scan 450
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[211r] 1694

Transkription

Maius
1
Herrschaft vnnd gegen einer Ehrsamben
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Gemeind thuen solle, welche ein so zuge-
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zogener thuen solle. Darumben dann
4
der Knecht, Namens Heinrich Fäßlin
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angelobt, mit starkem Versprechen,
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von disem Hoof ganz nichts abzuver-
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wandlen, bis alle darauf haftende Zinß
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vnnd andere der besizeren vnkanda habende
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Schulden werden ehrlich bezahlt seÿn.
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Desßen Hans Yßler der andere Lehen-
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paur wohl zufriden geweßen, vnnd
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hab ich also sie entlasßen.
13
Auf den Abend ist der Himmel wider et-
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was ofen, aber sehr kalt worden, das mann
15
sich eines Reifens auf mornderigen
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tag besorgen wollen.
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Den 22. Maii. Fanden wir zwar ein
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kalten Morgen, doch ohne Reifen, vnnd war
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der Himmel meisten Theils hell, fieng auch
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der Samen frühe an das helle Liecht
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vnß zuzeigen, so geharret bis gegen
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1 Vhr, da der vnder Luft sterker worden,
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vnnd ein zimmlich regenlechtig Gewülk
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zusamen getragen, so aber bald sich wider
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verborgen, vnnd die Sonne lieblich
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angefangen fort zu scheinen, doch der Luft
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wähete beständig zimmlich kalt. Con-
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tinuierte also das Wetter bis auf den
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Abend etc. Die Nacht war auch gleich also.
30
Den 23.

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.