Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

27. Mai 1694 · Seite 215r · Scan 458
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Latein:
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[215r] 1694
Zeilen 16–17
Rationes cum Ioanne Bach .
(lat) Abrechnung mit Johannes Bach.
Zeilen 26–27
Schaffratenses ad pacem monentur .
(lat) Die Schafferezer werden zum Frieden ermahnt.

Transkription

Maius
1
gemacht, vnnd zuo Ruhe gegangen, die mir
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sehr wohl beliebt, dann ich wegen starker
3
Hiz, vnnd weilen ich zu Fuosß ware, ganz
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ermüdet geweßen.
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Der heütige Tag hatte gegen Mittag ein zimmlich
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gueten Reegen, vnnd vermeinte mann,
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es auch haglen wolle. Gott der höchste aber
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hatt alles Gnädigklich abgewendt, vnnd ist
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darüber wider schön heller Himmel, vnnd wie
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gemeldt, sehr warm worden.
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Den 27. Maii. Ist der Morgen von schöner helle
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geweßen, vnnd edlem Tauw. Auch der
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vbrige ganze Tag ganz warm. Doch gegen
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dem Abend scheinte, der Himmel wolle sich
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enderen: ist aber nichts geschehen.
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Den tag hab ich mit Hanß Bacha wider ein Spicher
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Rechnung gehalten, so wir vor Mittag ange-
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fangen, vnnd nach Mittag wider darmit zimm-
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lich weit hinauß zugebracht: wormit der
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heütige faule Feÿrtag (war die alte
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Aufahrt Christi) hindurch passiert.
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Meßmer Diener ist gegen dem Abend auch
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ankommen, vnnd mir die völlige bezahl-
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ung eingezellt, wegen der auf Schafhausen
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verkauften 60 Malter Kernen.
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Eß haben heüt auch die Schafrater baur-
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enb sich angemeldt: dennen ich den morn-
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derigen Tag vmb 7 vhr bestimbt, dahin
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ich ihre Gegenpart auch citiert, endt-
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lich ihrem vngueten Streit ein End zumachen.

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Unsichere Lesung.