Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

10. Januar 1694 · Seite 96v · Scan 219
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Zeile 1
[096v] 1694
Zeilen 10–13
Pater Œconomus cum aliquibus domesticis in Gruenenberg Monialibus affert eleemosyna.
(lat) Pater Statthalter bringt den Schwestern in Grünenberg in Begleitung von einigen Dienstleuten ein Almosen.

Transkription

Ianuarius.
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Knechten, von selbigen Schwösteren nichts
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anzunemmen, sonder vnverweilt wider all-
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hero zu kehren. Sie seÿnd auch vor 6
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Vhren wider ankommen.
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Diser Abend war sehr kalt, vnnd müssten
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Wir in vnßeren kalten zimmeren grosße
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Gedult haben. Derentwegen das Bett das
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Liebste worden.
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Dena 10. Ianuarii. Seÿnd wir alle im Hauß wider frühe
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aufgeweßen, vnnd vneracht des sehr kalten
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Wetters, bÿ ganz hellem Himmel vnnd starkem
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Mond-Schein, bÿ ganz vbler Strasß in
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Grüenenberg gangen. Eß waren erstlich
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wollte wegen vblem Wetters nit dahin)
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vnnd Köcheninb, dann ein Knecht, so ein
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Pasteten vnnd 16 Mutschlin etc. auf dem
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Buggel getragen, item der Laggeÿ vnnd
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ich, summa vnßer fünf Persohnen. Bÿ
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dem Rhein müssten wir erstlich lang warten,
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bis wir hinüber können geführt werden.
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Als aber endtlich es gerahten, haben wir mit
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zimlicher Sorg durch das dorf hinauf
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gehen müesßen, wegen starken Ÿß Gletschern,
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welche die Strasßen vbersezt hatten.
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Sonsten von Œningen bis auf Ober-Büel
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war die Strasß gepanet gnueg, aber
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gantz hart: vnßere Schue hinwider ganz
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glatt schlipferig, also das ich selten
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ein steifen fuosß sezen konnen, das ich
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nit wider zuruk gezogen worden. War
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hierumb die Strasß gantz mühesamb.
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Wir

Anmerkungen

a Korrektur durch Autor Am Seitenrand. Sichere Lesung: "Den" eingefügt.
b Unsichere Lesung.