Transkription
1
gemacht, also das kein Stuben mögen er-
2
wermbt werden, vnnd müsten also wir
3
vnß wohl zu dem Ofen sezen, wenn
4
wir nit erfriehren wollten.
5
Erst heüt vermerkten vnßere Mägdt, das
6
vnser Garten, darinnen sie Wertz vnnd Köhl
7
vber den Winter verwahret, von solchem
8
Kraut alligklich geplünderet worden:
9
der jenige, so dißes gestohlen, kan darmit
10
den gantzen Winter hindurch sein Haußhalt-
11
ung gar wohl außbringen, dann es vber
12
hundert die edleste Werz- vnnd Köhl
13
Haüptlin sollen geweßen seÿn. Vnß
14
ist darbÿ ein Zimmlicher Abbruch geschehen,
15
den wir zimmlich zu entgelten werden
16
haben, wann sonderlich der Winter lang
17
währen sollte. Gott verzeÿhe dem Thäter
18
disen Raub, vnnd lasße ihne den zu gutem
19
geniesßen.
20
Gegen halber 10 Vhren ist Hanß Bach Stabhalter
21
ankommen, mit mir vnderschidliche Sachen
22
abzureden. Ihne hab ich nachgends heissen
23
mit vnß zum Tisch sizen etc. vnnd nach
24
Mittag hab ich noch lang mich mit ihme
25
ersprachet.
26
Den Tag hatten wir die Näerin, so nit nur
27
vnßer leinenes, sonder auch andere
28
vnsere Kleider wider geflikt: dann an-
29
derst wir nur Evangelische Schneider
30
haben müssten, so für dißmahl vns et-
31
was vndienstliches ware.
32
Gegen halber 5 Vhren ist vnßer vnder-
33
karrer von Sonnenberg wider ankommen,
34
dahin