Transkription
1
Wir kamen endtlich im Grüenenberg glük-
2
lich an, da vnß die Klosterfrauwen
3
alle entgegen kommen, ein guetes Stüklin
4
hinauß, vnnd vnß mit Anwünschung
5
eines glükseeligen Neüwen Jahrs, fründt-
6
lich empfangen. Vnder der Porten wartete
7
vnßer der Pater Beichtiger, vnnd bene-
8
ventierte vnß. Wir saumbten vnß
9
ein kurzes in der warmen Stuben, da wir
10
alsgemach vnß zum Gottsdienst gerüst-
11
et, vnnd ich darüber die Heilige Mesß gelesen.
12
Nach geendeter Heiliger Mesß, nach demme auch
13
vnßere Köchin in der Kuchi alles rüsten
14
können, führten sie vnß zu dem Tisch,
15
bÿ welchem sie mich zu oberst gesezt.
16
Hernach zur rechten sizte mir Herr Pater Beicht-
17
iger, zur linken die Frau Mueter, darüber
18
Vnsere Haußhalterin, auf sie aber die
19
fromme Schwösteren, ihrem Alter nach.
20
Die Tractation war Suppen, Pasteten,
21
Haßen-Pfefer, Rindfleisch, dörr bÿren-
22
Schniz, 2 gebraten haßen, 2 gebratne
23
Capunen, vnnd ein Kälberner braten,
24
mit einem Schweinen Tschungen. Daß
25
brodt, so auf dem Tisch geweßen, vnnd den
26
wein 12 Masß, hatten wir auch ihnen
27
zugeschikt, das also was auf dem Tisch
28
aufgestellt worden, einzig auß vnser Kuchi
29
vnnd Keller herkommen, vsßert etwas
30
Rettich, welchen die Schwösteren aufgestellt.
31
Auch hab ich für vnsere Knecht Wein vnnd
32
brodt dahin vberbringen lasßen, damit in
33
keinem