Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

13. Januar 1694 · Seite 101r · Scan 228
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[101r] 1694
Zeilen 6–8
Opera quaedam in Werd à ferrario Grim facta solvuntur.
(lat) Einige im Werd ausgeführte Arbeiten des Schlossers Grimm werden bezahlt.
Zeilen 10–11
Steinenses cervos plures cæperunt.
(lat) Die Steiner fingen mehrere Hirschen.

Transkription

Ianuarius.
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entwegen zimlich kalt. Nach Mittag
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haben vnßere Tröscher auch allen Haber
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außgetröschen, so, leider! wenig aussgeben etc.
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Gott seÿe vmb alles hochster dank, Lob, Ehr
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vnnd Preÿß. Auf den Abend
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ankommen, der von mir 3 Gulden 2 Batzen 6 Pfennig ge-
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forderet vmb etwas in das Werd gemachte
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Arbeit; so ich ihme gleich bezahlt. Diser
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berichtete mich, das seine Herren gester
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wider 5 Stuk Hirschen bekommen, vnnd
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wenn desßwegen ich etwas von Wildpräth
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kaufen wolte, hette ich iezt die beste Ge-
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legenheit. Ich beratschlagte mich mit
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den meinigen, vnnd meinte, für vnser
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Hauß nit vndienstlich seÿn worde, et-
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was dergleichen im Vorraht zuhaben.
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Hab derentwegen mich resolviert, auf
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morgen dahin zuschiken, vnnd etwas zuer-
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kaufen. Ich verhofte, es worden
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die Herren von Stein etwann so gutmüt-
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ig seÿn, vnnd mir wegen Nachparschaft et-
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wann ein Lauf verehren. Aber ich er-
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fahrte dermahlen kein solche Freündtlichkeit,
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die sonsten vor dißem Zum öefteren
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genosßen. Weisß nit, ob etwann sie offen-
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diert worden, oder was Vrsach seÿn möchte,
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das sie dermahlen meiner nit mehr ge-
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denken wolten. Eß ist aber wenig daran
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gelegen, dann ich sonsten Speiß vnnd trank,
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Gott seÿe höchster dank, gnug vnnd vber
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genuog habe, das ihrer verehrung nit
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bedarf. Etc.

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