Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

25. September 1693 · Seite 15v · Scan 47
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[015v] 1693
Zeilen 16–19
Iohannes Iacobus Ulman componitur com Ioanne Bantli ob servitium, eiusque mercedem.
(lat) Der Streit zwischen Johannes Jakob Ullman und Johannes Bantli wegen des Dienstes und seines Lohnes wird geschlichtet.

Transkription

September.
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erfordere solches die Schuldigkeit, weilen
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männigklich sich sehr beklagt, wie ihnen
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in Trauben vnnd Reeben Schaden ge-
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schehe, damit anderen ein Schreken
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einzuiagen. Auf den
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Abend hatt es wider ein zimlich starken
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Luft gehabt, darüber widerumb Reegen
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gefolget, aber nit stark, vnnd nit gar
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lang, dann [...]a.
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Denb 25. Septembris. Am Morgen war der Himmel mei-
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sten Theil sauber, vnnd im Thal ein
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starker Nebel. Hatt nach Mittag ein
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warmen Sonnen-Schein gehabt, in der
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Nacht aber darauf wider zimmlich sanft gereg-
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net. Vmb 2 Vhren kam Johann
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Jacob Vlmann, klagt vber Hanß Bantlin,
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daß er ihme iezt vom dienst vrlauben
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wolle, da er mit ihme accordiert, wider ein
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jahr bÿ ihme zudienen per 16 Gulden vnnd ein
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Stuk Aker ausszureüten, vnnd für sich
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selbsten anzublüemen: jezt aber sie der Aker
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fertig, vnnd da er sehe, das es etwas
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ertrage, wolle er iezt ihne mit lähren
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Händen absenden. Hanß Bantlin
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mit bystand Leütenambt Harders ant-
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wortet, er hab selbsten vrlaub begehrt, vnnd
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sein jahrlohn erforderet: denn habe er
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bÿ ein anderen, woll den ihme folgen
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lasßen, für das vbrige seÿe er ihme
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nichts schuldig, weilen er selbsten ohne ver-
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nünft-

Anmerkungen

a Fehlender Nachtrag.
b Korrektur durch Autor im Text. Rekonstruiert: "Den" eingefügt.