Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

3. Oktober 1693 · Seite 19r · Scan 56
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[019r] 1693
Zeilen 9–10
Dominus Iacobus Zelling hic pernoctat.
(lat) Herr Jakob Zelling übernachtet hier.
Zeilen 24–25
Decimæ Rabbarum exiguæ.
(lat) Der Rübenzehnt fällt gering aus.

Transkription

October.
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Der Anfang dises Monats war ganz nasß,
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dann es vast immer geregnet, vnnd
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wollte scheinen, es lenger ansezen werde:
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worvon der Reebstok kein fürderling
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zuerwarten hette. Doch hatt es
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sich nach Mittag gestillet, vnnd die Sonne
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angefangen zu glentzen mit zimmlicher
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Wärme. Auf den Abendt
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bekanter Lieber Freünd ankommen, eben
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als wir schon zum Tisch gesesßen. Ihnen
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liesß ich gleich auch zu vnß sizen, vnnd er-
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sprachten Wir vnß vill von allerhand
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Sachen, darmit es zimmlich Abendt worden.
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Er ist nechsten Morgen frühe, vmb 5 Vhren
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wider zu Pferdt gesesßen vnnd abgereist.
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Den 2. Octobris. Hatten wir ein starken Nebel,
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welcher bis vmb 10 Vhr aufgezogen,
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vnnd hernach bis gegen dem Abend
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gut Wetter gelasßen. In der Nacht
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darauf hatt es wider geregnet, doch
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nit lang, vnnd auch nit sonders stark.
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Den 3. Octobris. Kame Caspar Weybel, beklagte
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sich, wie mann mit dem Rüeb-Zehendten
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so vbel hauße, auch Obs Nusßen vnnd
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anders vertrage, das er bald nichts zu-
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bekommen

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