Transkription
1
sich nit wohl constituiert, vnnd ware
2
derentwegen lieber bÿ Zeiten zur Ruhe,
3
die wir ihme hertzlich gern gonnten.
4
Den 19. Septembris. War wider ein schöner Morgen,
5
vnnd die ganze Nacht hindurch zimmlich warm,
6
scheinte, ob der Vöhn streichen wollte: der vnß
7
noch ein guten Wein kochen könnte, ob wohlen
8
die Quantitet nit zu hofen. Vnnd conti-
9
nuierte er mit seinem blaßen den ganzen vb-
10
rigen Tag, also das ein warmer Tag gewe-
11
sen, als ie einer im Summer.
12
Pater Beichtiger auß dem Grüenenberg, nach-
13
demme er Mesß geleßen, hatt er ein Süpplin
16
Die Nacht darauf zwüschen 11 vnnd 12 Vhren
17
ist ein zimmlich ernstlich Tunder Wetter ge-
18
folget, welches zimmlich lang geharret, vnnd
19
vnß ein vnrüehwige Nacht verursachet.
20
War doch der Reegen sehr erwünschlich,
21
weilen der Reeb-Stok desßen wohl be-
22
dörfen: darzu es zimmlich warm ge-
23
weßen.c
24
Den 20. Septembris. Haltete Hanß Jacob Ezwiler
25
von Stein an, daß er seine Trauben, die
26
in etwas wenigers als einer juchert Ree-
27
ben in Steiner Grichten ihme gewachßen,
28
möchte in sein Torkel führen vnnd Truken
29
lasßen, mit Versprechen, den Zehendten orden-
30
lich abzurichten. Ich wollte ihme diß
31
nit