Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

30. August 1694 · Seite 269r · Scan 566
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[269r] 1694
Zeilen 23–24
Vites in Ebli malè laboratae.
(lat) Die Reben in Ebli sind schlecht gepflegt.

Transkription

Augustus
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anzubringen, ich einige Hofnung nit
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haben könnte, hab ich mich nothwendig
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anderwerts vmb andere Mittel vmb-
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sehen müsßen: trachtete derentwegen
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gester selbigen auf die Kilbi den
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Küefer außzu wÿhrten zu vbergeben,
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welcher aber gar zu geringem Preÿß
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mir darauf gesezt, mit dem An-
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hang, daß er selbigen nit iteruma gelten
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solle: wormit ich nit allein an dem
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Wein Schaden, sonder auch des Vmgelts Ab-
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gang hette leiden müsßen: welches mir
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gar zu vill geweßen. Desßetwegen
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ich heüt mit dem Cronen-Wyhrt dar-
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umb tractiert vnnd gehandlet, der
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mir selbigen Wein in dem Preyß ab-
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genommen, wie ich denn erkauft, vnnd
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doch das Vmgelt darbÿ nit gedenkt.
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Also daß des Weins halben ohne einigen
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Schaden abkommen, vnnd daß vmbgelt
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mir gebliben. Desßen ich in Wahrheit
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froh geweßen. Ich bin nachgends
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auch in das Eblin geritten, dorten
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vnßere Reeben visitiert, vnnd
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leider alles vbel gearbeitet angetrofen;
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das mit vnlust darvon wider heim-
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gekehrt. Vnßers volk ist
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heüt alles eintweders im Tröschen,
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oder in Einsamblung des Obs beschäftiget
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geweßen.

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.