Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

25. August 1694 · Seite 265r · Scan 558
Hervorheben:
Latein:
Ansicht:

Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[265r] 1694
Zeilen 26–27
Dominus Vicarius in Eschenz suos errores excusat.
(lat) Der Herr Vikar von Eschenz entschuldigt sich für seine Vergehen.

Transkription

Augustus.
1
gebrüglet, mit allerhand Schandt-worten
2
angetastet; etc. also daß sie einmahl
3
bÿ ihme nit mehr bleiben, sonder eh-
4
ender dem lieben Allmußen nachgehen
5
wollen: betten nur vmb das, das sie ihren
6
Lidlohn haben mögen, den Er verweigere
7
zugeben. Mit mehreren, vnnd ganz
8
vnderschidlich Klägten. Ich erbarm-
9
te mich ihren, dann sie solches alles mit
10
so erbärmlichem heülen vorgebracht, das
11
es nit zuschreiben: wüsste aber anders
12
nichts zuthuen, als dem Herrn Pfarreren
13
14
schiken (deren ich ein brieflin mitge-
15
geben) vnnd zubetten, das er mit ihnen
16
ein Willen machen, vnnd wenigist im friden
17
entlasßen wolle: im vbrigen aber sich auch
18
also halten, daß niemand sich ärgeren
19
müsße: doch möchte ich lieber mundt-
20
lich mit ihme reden. Eß ver-
21
richtete die Haußhalterin diß alles,
22
erfahrte aber bÿ Herrn Pfarherren ein
23
zimmlich starken vnwillen, vnnd kam
24
also mit wenigem Frucht wider zu-
25
ruk. Nach Mittag, in dem
26
ich auf dem Sigenthal den Arbeiteren
27
obsache, kombt Herr Pfarrer daher, vnnd
28
begehrt mit mir zureden; ich gieng mit
29
ihme in das Hauß, vnnd war vnser
30
Discurs

Anmerkungen

Keine Anmerkungen auf dieser Seite.