Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

21. August 1694 · Seite 262v · Scan 553
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[262v] 1694

Transkription

Augustus.
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gends haben sie ihnen vmb das Gelt ein
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Trunk geben lasßen, vnnd seÿnd wider-
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umb abgereist. Wir worden in
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desßen zum Tisch geführt, vnnd bÿ selbem
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ganz wohl gehalten: den endeten Wir
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vmb 3 Vhren, vnnd gieng Herr Pater Marian
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vnnd ich der Vesper noch bÿzuwohnen,
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hernach ohne fernere Versaumnus sezten
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wir vnß auf vnßere Pferdt vnnd
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kehrten nacher Hauß, wo wir etwas
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vor 5 Vhren ankommen, vnßere Schuld-
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igkeiten gebetten, die Collation eingenommen,
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vnnd nach vollendten anderen Verrichtungen
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zur Ruhe gegangen. Eß scheinte,
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ob wolte das Wetter sich wider enderen,
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vnnd besßer werden: blizgete gleich wohl
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gegen der Thur stark, vnnd hörten wir auch
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vill tonderes: worvon Vnßere Leüt ein
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langes Reegenwetter prognosticieren
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wollen.
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Den 21. Augusti. War der Morgen ganz still, vnnd
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hatte sich ein diker Nebel vnderhalb Stein
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im Thal gesezt, der sich nach vnnd nach ver-
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theilt, in die höche gezogen, vnnd etwas
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längers an den Bergen angehenkt. Thete
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sich aber daß Wetter nach vnnd nach derge-
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stallten besßeren, das auf Mittag ein schöner
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heller Sonnenschein geweßen, welcher
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ganzen vbrigen tag continuiert. Deret-
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wegen ich nach Mittag vnßere dienst in
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das

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