Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

14. April 1694 · Seite 179r · Scan 386
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[179r] 1694
Zeilen 18–19
Relicta Conradi Geuggis conscribuntur .
(lat) Die Hinterlassenschaft von Konrad Geuggis wird verzeichnet.

Transkription

Aprilis.
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sezen. Ich antwortete, woll diß ihme
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ganz gern zugeben, wann nur der
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Müller ein ehrlicher Mann seÿe, vnnd
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sich der herrschaft gebührend vndergeben
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werde. Ich verweiste ihme
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auch, daß ich berichtet seÿe, er trachte
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ein Oel-Trotten aufzurichten: so müsß er
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wüsßen, das er zu vor die Oberkeit dar-
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umb begrüesßen, vnnd vmb die verwill-
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igung pitten müsße. Er antwortet,
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wüsße diß gar wohl, habe zwar Lust
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ein Oeltrotten zubauwen, allein nit so bald,
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vnnd im fahl er etwas vornemmen
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wolle, werde er freÿlich seiner Schuld-
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igkeit nach sich kommen gebuhrend einzu-
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stellen, vnnd vmb die Erlaubnus anzu-
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halten. Ist also wider heimgangen.
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Eben an disem Tag hab ich dem Stabhalter Hanß
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Bachen vnnd Weÿbel Traber anbefohlen,
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Pabst, verlasßenschaft zubeschreiben, weilen
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ich billich sorgen müsste, die Kinder möchten
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vill vertragen, vnnd sonsten leider vill an
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ihme müsste verlohren werden. Er
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ist verwichenen Oster Monntag mit schlecht-
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em Trost der Seinigen gestorben, vnnd neben
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dem, das er Lutrisch geweßen, auch nit
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vill Christenliche Zeichen eines Guten
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Ends gehabt. Doch indicia Dei sunt in-
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scrutabilia.

Anmerkungen

a Ergänzung durch Autor im Text. Rekonstruiert: "seeligen" eingefügt.