Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

17. April 1694 · Seite 180r · Scan 388
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[180r] 1694
Zeilen 25–26
Dominus Ioannes Gretsch ex Cell appulsus .
(lat) Herr Johannes Gretsch aus Radolfzell kommt an.

Transkription

Aprilis.
1
Thaler Trinkgelt. Ist erst nach 6
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vast gegen 7 Vhren von hier hinwek,
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vnnd auf Stein hinunder geritten.
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Der Abend war zimlich still, mit bedektem
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Himmel, vnnd zimmlich frisch. Heüt
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hab ich in der Bridenwÿß angefangen die
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Gräben öfnen zulasßen, in hofnung, es
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werde etwas besßer Fueter abgeben.
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Den 16. Aprilis. Hatten wir ein frischen Morgen,
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vneracht der Himmel mit Gewülk bedekt
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ware, vnnd gaba dißer etwas wenigesb
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Schneefloken, schneiete doch, ob wollte die
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Sonne herfür streichen, vnnd war sonsten
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ganz still. Wormit es den ganzen tag
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continuiert, doch hatt nachgends ein
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Vnderluft angestosßen. Ich gieng vor
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vnnd nach Mittag auf vnßere Güter
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spazieren, vnnd visitierte, ob alle
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Arbeit gerichtet worde: fand mithin
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etwas Mangels. Der Abend
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war wider still mit bedektem Himmel.
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Den 17. Aprilis. Stuenden wir bÿ nit kaltem
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Wetter von der Ruhe auf, war der
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Himmel mit Gewülk bedekt, ohne Ree-
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gen, vnnd ohne sonderen Wind. Gegen
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10 Vhren ist Herr Johannes Gretsch von
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Cell ankommen, vnnd brachte mit sich
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brief

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Korrektur durch Autor im Text. Unsichere Lesung: "unsichere Lesung" durch "weniges" ersetzt.