Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

19. April 1694 · Seite 182r · Scan 392
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Latein:
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[182r] 1694
Zeilen 20–21
Scriba Ruedin ex Sonnenberg advenit .
(lat) Der Schreiber Rüedi aus Sonnenberg kommt an.

Transkription

Aprilis.
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Nach Mittag seÿnd ettliche so wohl Lutrische
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als Catholische Eschenzer ankommen, welche
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allerhand Audientias gemacht, die ich
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mit kurzem abgeferget. Hernach
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bin ich in die Rütti vnnd von dannen
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vber Windhaußen in die Vechtnauw spa-
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ziert, die Arbeit in den Wein Ree-
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ben besichtiget, vnnd dann wider heim-
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gekehrt. Eß wähete vnder
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desßen ein sehr starker, gleichwohl nit
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kalter Luft, welcher am Morgen gegen
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9 Vhren angefangen, vnnd den ganzen
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vbrigen Tag mit starkem braußen
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continuiert. Der Himmel war
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meisten Theils mit Sonnen Scheina, doch iagte
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der Wind mithin ein schwarze Wolken
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hinüber, die etwas weniges Reegen
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gegeben, so aber vast nichts nezen mögen,
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vnnd gleich durchgestrichen, vnnd die Sonne
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sich wider gezeigt. Auf den Abend
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kommen, mir ankündend, das Herr Landt-
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Vogt zu Frauwenfeld ganz vngut ver-
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standen, das ich bÿ dem Lezi Mahl mich
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nit eingefunden. Ich könnte aber nit
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darfür, weilen der Mornderige Tag
28
lasßenschaft sollte ein Richtigkeit mach-
29
en,

Anmerkungen

a Ergänzung durch Autor im Text. Rekonstruiert: "Schein" eingefügt.