Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

10. Februar 1694 · Seite 127r · Scan 282
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Zeile 1
[127r] 1694
Zeile 24
Porcus mactatus pro domo.
(lat) Ein Schwein wurde für das Haus geschlachtet.

Transkription

Februarius.
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Vhren ich angelangt, vnnd zwar der-
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gestallten ermüdet, das meine bein
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sich gantz verstrekt; vnnd sorgte ich ein
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Krankheit. Dann die Strasß, wo Schnee
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geweßen, also bestellt war, das ieden Tritt
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ein frischen Pfad machen müsßen, weilen
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der Schnee ganz voller wasßer gewessen.
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Vnnd hette im Sigenthal wenig gefehlt,
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daß ich ein bein gebrochen hette, dann
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mit selbigem durch den Schnee in ein
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Karrenleiß gefahren, vnnd einsmahls
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auf ein Seiten geschwanket. Gott vnnd
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sein Engel aber haben mich gnädigklich er-
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halten. Vor Mattigkeit könnte
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ich nach Mittag nichts thuen, sonder sezte
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mich an ein Wand, vnnd nach deme ich
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ein Fuesß-Wasßer gebraucht, ruhete
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ich vber ein halbe Stund.
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Nach Mittag hatt der Himmel sich wider in
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etwas geöfnet, vnnd die Sonne, aber
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kurz, sich sehen lasßen, der Vöhn aber immer
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fort gestrichen: auch die ganze vberige
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Nacht continuiert.
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Den 10. Februarii. Mezgete vnß Hanß Zuber wider
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ein Schweÿnlin, so 150 Pfund gezogen:
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War nur jährig, aber feisß vnnd gut.
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Die Sonne scheinte heüt den ganzen Tag,
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vnnd streichte der Vöhn fort vnnd fort,
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machte den Schnee zu Wasßer, vnnd
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entblösste das Erdtrich.
31
Eß erscheinte heüt vor mir Hanß Freÿ der

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