Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

14. Januar 1694 · Seite 102v · Scan 231
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[102v] 1694
Zeilen 12–15
Controversia hæreditatis inter Ioannem Freÿ et Jacobum Weber componitur.
(lat) Der Erbstreit zwischen Johannes Frei und Jakob Weber wird geschlichtet.

Transkription

Ianuarius.
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gester Hofnung gemacht. Dise bekam
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anders nichts, als zwei fordere Leüf,
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deren der einte 12 der andere 11
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Pfund gezogen, das Pfund per 11 Kreuzer rauch-
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gelt, summa 4 Gulden 13 Kreuzer. Ich müsste
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schier glauben, es haben mir die Steiner
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nichts besßers gonnen wollen, vnnd auß
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Misßgunst nichts besßers folgen lasßen.
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Nunn in Gottes Namen, ein ander mahl
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weisß ich mich zurichten.
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Nach Mittag seÿnd vor mir erschinen Hanß
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Freÿ der alt vnnd Sohn, vnnd klagten
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vber Jacob Weber, daß er ihnen im Schönen-
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berg 5 Stumppen grosß Holz abge-
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hauwen vnnd wekgeführt, begehren sein
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Verantwortung darüber. Er antwort-
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ete, er habe Hanß Freÿen von der ersten
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Frauwen eheliche dochter zur Ehe gehabt.
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Weil nunn die Mueter gestorben, gehöre
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ihme wegen seiner Frauwen seelig der Erbtheil,
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den er hiermit erfordere. Die Gegen-
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part redte hinwider: das er nit eigenes Gewalts
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sollte solchen Angrif thun, sonder die Oberkeit
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habe in solchen Sachen zu disponieren. Welches
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ich mit mehrerem bekreftiget, vnnd das
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er der Oberkeit in die Straf gefallen
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seÿe, ernstlich vorgehalten. Endtlich nach
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vilem zu vnnd widerreden seÿnd sie beide
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auf folgende manier verglichen worden,
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1.o daß Hanß xxxbFreÿa dem Jacob Weber
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solle 14 Gulden sampt dem Zinß abheben, welche
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er der Herrschaft wegen seiner Geschwü-
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sterten

Anmerkungen

a Korrektur durch Autor im Text. Nicht lesbar: "Freÿ" eingefügt.
b Streichung durch Autor. Rekonstruiert: Weber.