Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

22. November 1693 · Seite 52v · Scan 125
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Transkription

November.
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badnischer Abscheid ergangen, das das Reichs-
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gelt gänzlich verbotten worden, vsßert den-
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nen Ohrten, welche es wider anzubringen
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wüsßen. Wahr seÿe, das er Reichsgelt an-
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zunemmen verbunden seÿe, weilen er also
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contrahiert: allein weilen das Reichsgelt
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immer vnnd immer Tiefer steige, vnnd
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die ganze guldiner auch im Reich nit mehr
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so werd angenommen werden, könne mann
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ihme auch nit aufburden, das er Guldiner
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nemmen müsße. Iedoch mögen sie pro-
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bieren in Freündtlichkeit mit ihme zureden,
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villeicht werde er von derentwegen sich
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in etwas bereden lasßen.
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hatten heüt die Burgermeister gleichsamb
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ein Gemeind versamblet, vor welcher
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absonderlich sollte geredt werden, wie
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mann gedachtem Harder begegnen
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wollte: vnnd derentwegen müssten die bur-
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germeister von der Sach reden. Als nunn
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sie zu Leütenambt Harder kommen,
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hatt er sich keines weegs wollen bereden
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lasßen, die guldiner anzunemmen guldin
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für guldin, sonder nur per 14 bazen oder aber
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was an kleineren Sorten were, wolle
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er sich keines weigeren. Diß haben
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hernach die burgermeister vor der
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Gemeind vorgebracht, die sich dahin
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entschlosßen, in Gottes Namen zusehen,
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wie endtlich die Mittel möchten an die
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Hand gebracht werden, das einmahl
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gesagter Harder abgerichtet werde.
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Den

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