Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

2. Februar 1694 · Seite 57r · Scan 134
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[057r] 1693
Zeilen 5–6
Moneta imperialis ubique ingrata.
(lat) Das Reichsgeld wird überall nur ungern angenommen.
Zeilen 21–24
Pratulum in Sangi, et iugerum sylvæ in Galgenforen emptum per 32 Florin.
(lat) Eine kleine Wiese im Sangi und eine Jucharte Wald in Galgenforen werden für 32 Gulden verkauft.

Transkription

November.
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vnnd bezahlte auch sonsten, was die Ge-
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meind an Gelt schuldig geweßen.
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Ich liesß ihme darauf ein Trunk geben.
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Den Tag seklete ich zimmlich vill Reichsgelt
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auß, masßen auch die Burgermeister
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mir Reichsgelt gegeben. Es war
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aber bÿ vilen ein Vnwillen, vnnd wollte
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niemand mehr gern den Guldin per Gulden
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annemmen; dann Zu Schafhaußen die
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gantze guldiner nur per 13 bazena sollen ge-
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ruefen worden seÿn. Welches bÿ vns-
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eren armen Leüten sonderlich im Anfang
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wohl etwas vngelegenheits verur-
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sachen dörfte etc.
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Daß Wetter war heüt wider gantz vnbeständ-
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ig, doch nit sonders kalt: thate mithin
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regnen, mithin Sonnen-Schein haben.
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Den 27. Novembris. War daß Wetter vnbeständig,
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vnnd fellte mithin Schnee, der endtlich das
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Erdtrich zimmlich weisß gemacht, vnnd
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war zimmlich kalt. Nach Mittag
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hab ich mit Benedict Senn Schwedib ge-
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marktet, vnnd von ihme erkauft
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ein Mad Wißwachß im Sangi, vnnd
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ein juchert Holz in Galgen Fohren,
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sampt einem Stöklin Heüw per 32
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Gulden. Soll gleich paar bezahlen 15 Gulden daß
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vbrige auf Liechtmesß. Vnnd hab
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darauf nit nur 15 sonder 16 Gulden paar
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gleich

Anmerkungen

a Unsichere Lesung.
b Unsichere Lesung.