Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

22. November 1693 · Seite 52r · Scan 124
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[052r] 1693
Zeilen 8–9
Ezwilenses solvunt decimas Rabbarum.
(lat) Die Etzwiler bezahlen den Rüben-Zehnten.
Zeilen 15–17
Pater Ildefonsus invisit Patrem Œconomum Mammerensem.
(lat) Pater Ildefonsus besucht den Pater Statthalter von Mammern.
Zeilen 22–23
Pecuniæ imperiales ingratae.
(lat) Das Reichsgeld wird nicht anerkannt.

Transkription

November
1
vnnd als nach Mittag sein Laggeÿ, der mit vns
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aufwartend, von hier das Pferdt zu
4
ruk geführt, hab ich ihme dessenthalben
5
ein brieflin mitgeben, vnnd sonsten vmb
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andere empfangene Guttahten mich be-
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dankt. Nach Mittag haben
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die Ezwyler Zehendt-Leüt die vmb den
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ihnen verlehnten Rüeb Zehendten angedingte
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14 Gulden mir paar entrichtet, beneben mir
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ettliche angegeben, welche etwas vntreüws
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in disem Zehendten verüebt, die ich aufge-
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zeichnet, vmb selbige anderen zu einem
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Exempel, dem Herrn Landtvogten zu verklagen.
15
Herr Pater Ildefonsus reitete heüt nacher Mammer-
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en, Herrn Statthalteren dorten zu besuechen,
17
dem ich vnseren Laggeÿ zu Pferdt mitge-
18
ben. Eß haben auch beide
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Burgermeister bÿ mir sich Rahts er-
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holet, wie sie sich zu verhalten, weilen
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beschwäre, xxxa an die von der Gemeind
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Eschentz wegen des Schomats gemachte
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Vnkösten das Reichß gelt an ganzen
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Guldinerenb anzunemmen: hiesigen
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Ohrts aber das Gelt anderst nit, als
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guldin für guldi geachtet worden, so wohl
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an Guldineren als kleineren Reichs-Sortenc:
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vnnd nit Hofnung seÿe, anderst das
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Gelt aufzubringen: wüssen hiermit nit,
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wie ihme zubegegnen. Ich antwortete,
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es seÿe schon vor ettlich jahren ein
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badnischer

Anmerkungen

a Streichung durch Autor. Unsichere Lesung: in Na.
b Unsichere Lesung.
c Unsichere Lesung.