Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

24. November 1693 · Seite 54v · Scan 129
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Zeile 1
[054v] 1693
Zeile 29
Turbo.
(lat) Sturm.

Transkription

November.
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Zehendten aufgestellt. So seÿen die Zehendt-
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leüt darzu kommen, habe also er endtlich den
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Zehendten geben müesßen. Müllers im Fozen-
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bach haben nur die kleine Heüfelin Zum
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Zehendten gestellt, die grosße aber vbergangen,
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vnnd wekgenommen. Hans Singer hatt
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fern vnnd heür kein Rüeb Zehendten gestellt,
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vnnd endtlich auf Anforderung des Zehendtes
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erst darnach abkommen. Kantengiesßer
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hatte auch erst nach langem fechten den
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Zehendten geben, aber nit aufgestellt. Wor-
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auß Herr Landtvogt sehen können, warumben
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ich neüwlich ein Zehendt Mandat begehrt,
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weil mir wohl bewüsst geweßen,
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wie gefährlich mann darmit handle: nit
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aber, wie mann aussgeben, zu wehren, das
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niemand keine Rüeben zu täglichem
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Haußbrauch ausziehen solle. Pette aber,
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daß mit solchem vngueten Zenderen also ge-
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redt werde, das ins künftig andere ein
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Forcht haben, vnnd dergleichen sich nit ge-
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lusten lasßen. Dißen brief
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hab ich vnßerem Obervogt zu Gachlangen
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zugeschikt sub volante, vnnd gebetten,
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selbigen zuleßen, vnnd im fahl er einigen
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Mangel darinn finde, nit zu vbergeben.
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Er hatt nachgendts mir geantwortet,
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das er selbigen vberliferet [.]a
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In der Nacht darüber erhebte sich ein starker
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Sturm, welcher den Schlaf zimmlich stark
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vnderbrochen, vnnd bis nechsten tag gegen
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Mittag continuiert. In mitte der Nacht hatt
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er ein gantz hellen himmel gemacht (dann
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ich

Anmerkungen

a Fehlender Nachtrag.