Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

7. Oktober 1693 · Seite 22r · Scan 62
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Marginalien dieser Seite

Zeile 1
[022r] 1693
Zeilen 14–15
Communitas Autumnalis decidit tempus Vindæmiarum.
(lat) Die Herbstgemeinde legt den Zeitpunkt der Traubenlese fest.
Zeilen 18–19
Fidem iurant Magistri torcularii.
(lat) Die Trotten-Meister leisten den Eid.
Zeilen 23–24
Licentia emendi fructus in Cell.
(lat) Erlaubnis zum Kauf von Getreide in Radolfzell.

Transkription

October
1
der boden ganz wäsßerig, zum anderen
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mahl ihnen eingefallen, endtlich aber auf
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Antriben Bruder Caspars dergestallten
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gefürderet worden, das sie hinnachten
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Abend wider mögen fertig werden:
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Sonsten were ein zimlich Stuk von
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dem Berg in der Nacht nacher ge-
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fallen, vnnd xxxa gewüsß darauß
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vill Kosten vnnd vnmuesß erwachsen.
10
Nach Mittag hatt der vöhn angestosßen,
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vnnd zimmlich angefangen zu wähen:
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darzu noch die Sonne gantz warm
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geschinen.
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Den 7. Octobris. Halteten Wir die Herpst Ge-
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meind in dem Kähl hoof, darbÿ durch
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das Mehr resolviert worden, auf mornd-
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igen Tag anzufangen zuwimmlen.
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Nach welchem ich den Trottmeisteren gleich
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auch den Trotten Eÿd gegeben nach altem
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brauch. Auf den Abendt ist
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endtlich vnßer Meßmer von Cell, dahin
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ich ihne geschikt, zuruk kommen, vnnd
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mir von Herrn Baron Neveu ein Schreiben
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gebracht, in welchem er zugibt, daß vnsere
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Eschenzer zu Cell etwas Frucht von
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Wuchen zu Wuchen kaufen können. Er
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brachte beneben ein Antwort auf Ihrer
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Fürstlich Gnaden Schreiben: was aber diß enthalten,
29
ist

Anmerkungen

a Streichung durch Autor. Rekonstruiert: were.