Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

13. Oktober 1693 · Seite 26v · Scan 71
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Zeile 1
[026v] 1693
Zeilen 4–6
Fœudatarii in Schafrat movent suspicionem fugæ.
(lat) Lehenträger in Schafferez hegen einen Verdacht auf Flucht.
Zeilen 14–15
Cavetur saltem pro Censibus et decimis.
(lat) Es wird wenigstens für die Zinsen und Zehnten vorgesorgt.

Transkription

October.
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beitet, vnnd Patri Mariano seine Kleider
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geflikt.Ich bin schon ettlich
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mahl, vnnd sonderlich den Tag wider berichtet
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worden, wie das Vrech Wÿsentanger
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der neüwe baur auf Schafrath seine
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in selbigem Hoof erwachsene Frücht
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immer vnnd immer fort trösche, vor-
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zuhin aufmache, vnnd weisß nit wo-
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hin verführe: das also mann dar-
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auß argumentieren wollen, er werde
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mit Sak und Pak darvon wallen,
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vnnd die ab dem Hoof schuldige Zehendten
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vnnd Grund-Zinß vnbezahlt lasßen.
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Damit nunn ich hierinn Vorsorg thäte,
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hab ich auß Einrath guter Freünden
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befohlen, das Caspar Weybel mornder-
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igen Tag bÿ früher Zeit nacher Schafrat
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kehren, vnnd sehen solle, wie der Handel
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beschafen, auch ordnen, das der Zehendten
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vnnd Grund-Zinß richtig vnnd vn-
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verweilt geliferet werde: vnnd im
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Fahl einige Gefahr darbÿ were, die
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Frücht mit Hilf anderer Leüten auß-
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tröschen vnnd in Spicher verordnen
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solle. Caspar Weybel hatt mir
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darüber folg versprochen. Eß ist nachgends
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gegen 3 Vhren nach Mittag die Frauw ab
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Schafrath kommen, vnnd hatt alles gutes ver-
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sprochen, ich aber ihrer heiter angesagt, es werde
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der Caspar Weÿbel desßen vneracht erscheinen,
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vnnd

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