Kloster-Tagebuch von Pater Joseph Dietrich – Band 15

15. März 1694 · Seite 155v · Scan 339
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Marginalien dieser Seite

Zeilen 1–2
[155v] 1694
Zeile 10
Nix
(lat) Schnee.
Zeilen 15–17
Præco in Burg renuit solvere decimas minores .
(lat) Der Prediger von Burg weigert sich, den kleinen Zehnten zu bezahlen.
Zeilen 21–22
Ostenditur, eum solvere debere .
(lat) Es wird gezeigt, dass er bezahlen muss.

Transkription

Martius.
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zu rüsten, zu arbeiten, vnnd anzusaën etc.
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Damit er den nothwendigen Nuzen ertragen
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könne.
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Ich hatte andere Audientias mehr, so aber
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vnnötig zumelden. Nach Mittag hatt
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es zimmlich stark angefangen Zu luften,
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den Himmel mit Gewülk dik zubeziehen,
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vnnd endtlich ein Reegen ausßzugiesßen.
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Den 15. Merz. Als wir am Morgen aufge-
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standen, fanden wir das Erdtrich mit Schnee
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bedekt, vnnd continuierte das schneÿen
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bis auf Mittag. Da inzwüschen ich ettliche
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Audientias gehabt, darunder sonderbar einen,
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da Caspar Weÿbel mich wider berichtet,
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das Herr Prædicant auf Burg mit ihme vmb
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den kleinen Zehendten in seiner Hoofwiß
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vber meine gleich wohl zweite Meÿn-
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nung vnnd Ermahnung nit wollen
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ein Willen machen, mit vorwand, seine
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Vorfahrer haben mir nichts geben etc.
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ist aber zuwüsßen, das der Vertrag de
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Anno 1637 ihne heiter zu dißer Schuldig-
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keit verbindt: vnnd wann etwann der
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Zehendten von ihme nit geforderet worden,
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dises eintweders auß Gnaden nachgesehen
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xxxa (masßen darumben auch etwann
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Schriften vorhanden) oder aber von dem
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Einzieheren versaumbt worden, weilen
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diser Zehendten ordinariè mit sampt anderen
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in vnderen Grichten verlehnt geweßen.
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Ist also, meines Gedunkens diser Zehendten
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nur

Anmerkungen

a Streichung durch Autor. Unsichere Lesung: worden.